in Restaurierung

Wir freuen uns, diesen Austin-Healey 3000 MK 1 Baujahr 1960 restaurieren zu dürfen. Hier finden Sie Informationen über dieses Fahrzeug im Speziellen sowie Austin-Healey im Allgemeinen.

Der Austin-Healey 3000 ist ein von 1959 bis 1967 von der British Motor Corporation (BMC) gebauter Roadster.  Im Laufe der Zeit wurden drei Modellvarianten ( MK 1, MK 2 und MK 3) ausgeliefert. Während seiner Produktionszeit gewann der AH 3000 viele europäische Rallyes und auch heute wird er noch oft bei Oldtimer-Rallyes eingesetzt. Der 3000 war der luxuriöseste Roadster von Austin-Healey. Im Vergleich zu seinem Vorgänger erhielt der 3000 ein Klappverdeck und statt Steckscheiben versenkbare Scheiben mit Kurbelmechanismus. An den Vorderrädern besaß er Scheiben- und an den Hinterrädern Trommelbremsen. Die Rohkarosserien wurden bei Jensen-Motors produziert.  Der Otto-Motor des AH leistete je nach Modell zwischen 125 und 150 PS.

Donald Michel Healey

Donald Michel Healey

Gegründet wurde Austin-Healey von Donald Mitchell Healey (1898 – 1988). Seine Freunde und Mitarbeiter nannten ihn nur „DMH“.  Healey interessierte sich früh für technische Dinge, insbesondere Flugzeuge. Nachdem er die Schule verlassen hatte, kam er zur Sopwith Aviation Company, einem britischen Flugzeughersteller, von wo aus er sich für die Royal Flying Corps (RFC) bewarb. Während des Ersten Weltkriegs diente er bei einer Anti-Zeppelin-Einheit und war Flugtrainer. Bei einem der ersten Einsätze wurde Donald Healey von der eigenen britischen Flugabwehr getroffen und verließ die RFC mit 18 Jahren. Er kehrte danach schwer verletzt in seine Heimat Cornwall zurück und machte ein Fernstudium zum Automobilingenieur und eröffnete eine Werkstatt in seiner Geburtsstadt Perranporth. Während des Zweiten Weltkriegs war Donald Healey massgeblich an der Entwicklung eines speziellen Flugzeugvergasers beteiligt und entwickelte zusammen mit dem Autohersteller Humber einen Panzerwagen.

1931 gewann Donald Healey die Rally Monte Carlo auf einem Ivictar. In den Jahren 1932, 1934 und 1936 belegte er Plätze unter den ersten acht. Ebenfalls 1931 wurde er zum Direktor der Triumph Motor Company ernannt und entwickelte dort die „Southern-Cross“ und „Domomite 8“ Modelle.

1945 gründete Donald Healey, dann seine „Donald Healey Motor Company Ltd, mit Sitz in einem ehemaligen Hangar der Royal Air Force in Warwick und entwickelte den Healey Silverstone. Der Silverstone wurde aus Komponenten verschiedener Firmen zusammengebaut und nach dem damals neu eröffneten Silverstone Rundkurs benannt. Von dem Silverstone wurden damals lediglich 106 Fahrzeuge gebaut. Ein Wagen kostete 975 Pfund. Heute sind die Preise für diese sehr raren Fahrzeuge nur „auf Anfrage“ zu erfahren.

Hier Bilder von einem top Silverstone!

Zwischen 1952 und 1959 entwickelte Healey seine sog. Sprite Fahrzeuge, welche in vier Modellreihen bis 1971 gebaut wurden.

Die Serienproduktion bei Austin Healey wird 1967 wegen verschärfter Sicherheits- und Abgasnormen in den USA eingestellt; die Produktion wird aber in Kleinstserien bis 1972 weitergeführt. Es gab mehrere Versuche Austin Healey wiederzubeleben, doch alle diese Versuche scheiterten bis jetzt.

Berühmtheit erlangte der Healey durch seine ungezählten Erfolge im Renn- und Rallysport. Grundlagen hierfür waren seine Bauweise, insbesondere die leichte Karosserie sowie die großen und drehmomentstarken Motoren. Einen Grossteil der Bekanntheit verdankt der Austin Healey auch der Rallye-Fahrerin Pat Moss, der Schwester von Stirling Moss und Ehefrau der Saab-Rallye Legende Erik Carlsson. Pat Moss gab

ihren Werkswagen den Namen „The Pig“, weil sie ein unberechenbares Fahrverhalten sowie ein nur schwer zu beherrschende Neigung zum Ausbrechen des Hecks hatten. Die Anzahl der produzierten Austin Healeays wurde so schon früh dezimiert.  Leider war Austin Healey mit einem AH 100S auch an der Le Mans Katastrophe von 1955 beteiligt bei der 84 Menschen starben.

Donald Healey starb am 13. Januar 1988 im Alter von 89 Jahren.

Für viele ist der Austin-Healy 3000 das Traumauto ihrer Jugend. Das mag an den unnachahmlichen Formen englischer Designkunst liegen – oder einfach am Nostalgiefaktor. Fakt ist: Der 3000 ist der Inbegriff des britischen Roadsters. Klein, handlich, mit kernigem Motorengeräusch, Holzlenkrad und 60er Jahre Interieur. Und genau nach diesen Prinzipien werden wir ihn originalgetreu und mit viel Liebe und Aufmerksamkeit und selbstverständlich auch mit so viel Patina wie möglich restaurieren.

Einen Kommentar hinterlassen